Frühling in der Heimat – der Zauber eines Anfangs

Die düsteren Wintertage im Leipziger Land liegen endlich hinter uns. Nicht nur für die Tiere ist es an der Zeit, aus ihren Höhlen zu kriechen. Auch wir Menschen im Leipziger Land wollen die frische Frühlingsluft genießen, die Nase in die Sonne halten, die Gartenstühle rausstellen und tief durchatmen.

Wenn die Frühlingsboten der Natur aus der Erde sprießen, der Wetterbericht angenehme Temperaturen verspricht und die Vögel munter ihr Lied anstimmen, ist er da: der Frühling. Und mit ihm zieht ein Aufatmen durch das Land. Die Lebensgeister erwachen. Die düsteren Wintertage im Leipziger Land liegen endlich hinter uns. Nicht nur für die Tiere ist es an der Zeit, aus ihren Höhlen zu kriechen. Auch wir Menschen wollen die frische Frühlingsluft genießen, die Nase in die Sonne halten, die Gartenstühle rausstellen und tief durchatmen.

Das Frühjahr, der Weckruf für unsere Lebensgeister

Der Frühling ist wie Ahoi-Brause für unsere Herzen. Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern nach oben und die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, schrieb Hermann Hesse. Und er hat Recht. In den ersten warmen Tagen sorgt jedes Knöspchen und jede Blüte, die sich mühsam aus der Erde kämpft, für Glücksgefühle. Das Farbenspektakel nimmt mit jedem Tag an Intensität zu. Erste Hummeln streifen durch die Gärten, der Kuckuck ruft. Dazu noch dieser Geruch nach Flieder, Maiglöckchen, modrigen Laub – und den Würstchen auf dem Grill der Nachbarn. Unser Gehirn feiert eine ausgelassene Comeback-Party. Der Frühling – er ist wieder da.

Es ist erstaunlich, wie warme Temperaturen und ein paar Sonnenstunden, die Laune der Menschen verändert. Auf den Rad- und Wanderwegen im Leipziger Land herrscht plötzlich wieder Hochbetrieb. Und das ist auch gut so. An der frischen Luft werden schon nach 10 bis 15 Minuten aktivierende Hormone wie Serotonin, Testosteron und Endorphine freigesetzt. Sie sind für den Antrieb, Stimmung und Impulsivität, aber auch für den Sexualtrieb verantwortlich – und sorgen für die wohlbekannten Frühlingsgefühle.

Gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft Frühlingsluft, sei es bei einer Wanderung oder Radtour.

Der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen

Die kalten Wintermonate hinterlassen sowohl in als auch an unseren Körpern ihre Spuren. Kaum Bewegung, wenig Sonnenlicht, dafür aber herzhafte, fettige Speisen – der Winter hat uns träge werden lassen. Die Couch schien in den dunklen Monaten magnetische Kräfte zu entwickeln, das Bett lockte, sobald sich der dunkle Mantel über das Heim gesenkt hat. Ein abendlicher Spaziergang bei Minusgraden, Sturm und Regen? Eher nicht. Und so fühlen sich zu Beginn des Frühlings viele Menschen schlapp, matt und ausgelaugt. Die Frühjahrsmüdigkeit schlägt zu. Starke Temperaturschwankungen und der veränderte Tag-Nacht-Rhythmus können Antriebslosigkeit, Kreislaufschwäche, Schwindel und Müdigkeit hervorrufen.

Doch wer denkt, dass er die Frühjahrsmüdigkeit im Fernsehsessel den Kampf ansagen kann, irrt. Eine gesunde Ernährung und körperliche Aktivität helfen. So kommen Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung, Muskeln werden trainiert, das Herz wird leistungsfähiger. Eine wichtige Komponente ist auch das Sonnenlicht. Das „Glückshormon“ Serotonin wird unter Lichteinfluss produziert und sorgt für gute Stimmung im Körper. Das heißt: Gehen Sie raus an die frische Luft. Sei es für einen Spaziergang in der Mittagspause, eine Tasse Tee auf dem Balkon oder einer kurzen Radtour am Abend. Nach einigen Wochen verschwindet die Frühjahrsmüdigkeit genauso schnell, wie sie gekommen ist. Versprochen.

Frühling, Sonne, Sonnenschein

Im Frühling lechzen wir nach den ersten, wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Sie streicheln unsere Seele und füllen den Vitamin D-Speicher unseres Körpers wieder auf. Doch die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Gerade im Frühjahr vergessen viele Menschen den Sonnenschutz. Bei noch kühlen Temperaturen und einer frischen Frühlingsbrise trauen sie der Sonne nicht viel Kraft zu. Ein Trugschluss. Die blasse Winterhaut hat nur einen geringen Eigenschutz und die Sonnenstrahlen sind stark. Sie strapazieren die Haut. Schon nach wenigen Minuten kann sie von einem zarten Rot überzogen werden. Wer sich im Freien aufhält, sollte daher auch im Frühling auf Gesicht, Hals, Dekolleté, Arme und Handrücken ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen. Und die Lippen nicht vergessen! Sie gelten als Sonnenterrassen und sind besonders empfindlich.

Wer den Schutz vernachlässigt, riskiert Sonnenschäden bis hin zum Hautkrebs. Der ist mit rund 270.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jeder kann sein Risiko selbst beeinflussen, mahnt der Bundesverband Deutscher Dermatologen. Die größte Gefahr bestehe für Kinder. Der nötige UV-Schutz sollte zur selbstverständlichen Alltagsroutine dazugehören. Und auch für Outdoor-Sportler ist konsequenter Sonnenschutz unerlässlich. Dann steht einem geglückten Saisonstart in den Frühling nichts im Weg.


Der Frühling ist die beste Zeit des Jahres, etwas Neues zu beginnen.

Fit in den Frühling

Die Hose kneift, die Bluse spannt und die Gürtelschnalle will einfach nicht mehr ins Loch passen. Es ist doch immer das Gleiche: Jedes Jahr im Frühling laufen unsere Klamotten ein. Höchste Zeit die Laufschuhe wieder aus dem Schuhschrank zu kramen und die Reifen am Fahrrad aufzupumpen. Mit körperlicher Fitness lässt sich die Wintersteifheit Schritt für Schritt vertreiben. Doch es muss nicht gleich die 15-Kilometer-Lauf oder eine Ganztages-Radtour sein. Wer vollkommen untrainiert ist, kann mit Spaziergängen starten, deren Länge sich Tag für Tag steigern lässt. Wer einen Garten hat, kann auch beim Hecke schneiden, Rasen mähen oder Unkraut jäten allerhand Kalorien verbrauchen. Oder wie wäre es mit einem ausgiebigen Frühjahrsputz?

Wer sich fit genug fühlt, kann gleich mit Nordic Walking oder einem regelmäßigen Joggingprogramm starten. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen ist der innere Schweinehund ein leichter Gegner. Also los geht´s: Schütteln Sie den Winter aus ihren Gliedern und drehen Sie eine Runde durch die erwachende Natur. Doch bei aller Motivation ist Vorsicht geboten: Auch wenn der Körper nach Bewegung schreit, darf er nach der Winterpause nicht überfordert werden. Denken Sie an Aufwärm- und Dehnübungen, gehen Sie es langsam an und nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. So kommen Sie fit und gesund durch den Frühling.

Mit der richtigen Musik auf den Ohren macht der Frühjahrsputz gleich viel mehr Spaß und ersetzt das tägliche Workout.

Alles neu macht der Mai – Zeit für den Frühjahrsputz!

Fenster putzen, Schränke ausmisten, die Wandfliesen im Bad schrubben – keine dieser Tätigkeiten stehen auf der Beliebtheitsskala der meisten Menschen sonderlich weit oben. Wer will schon sehen, was sich ich den vergangenen Monaten so alles unter dem Bett angesammelt hat? Doch sobald die Frühlingssonne durch die matten, von grau-braunen Schlieren überzogenen Scheiben scheint, zeigt sich das wahre Ausmaß der faulen Wintermonate: Wollmäuse, überquellende Schubladen, eingestaubte Bilderrahmen. Staub und Dreck schmälern das Wohlgefühl und verstärken das innere Gefühl von Stress. Für Allergiker und abwehrgeschwächte Personen ist ein sauberes Heim gleich doppelt wichtig. Höchste Zeit also für einen Frühjahrsputz!

Aufräumen, entrümpeln und putzen sind altbewährte Mittel, um unser Wohlbefinden zu steigern. In einer aufgeräumten Wohnung fühlen wir uns gleich sicher und geborgen. Auch das Putzen selbst tut der Psyche gut, wenn man es richtig angeht. Schalten Sie Ihre Lieblingsmusik an, reißen sie die Fenster auf und tragen sie bequeme Klamotten. Schließlich ist so eine Aufräum- und Putzaktion gleichzeitig ein kleines Sportprogramm. Und dann gehen Sie Raum für Raum vor: Ausmisten, putzen, (um-)dekorieren. Ganz wichtig: Entsorgen Sie Altlasten, also Dinge, die Ihnen schon lange ein Dorn im Auge sind. Schaffen Sie Platz für Neues. Wer sich kleine Ziele setzt, hat schneller Erfolgserlebnisse. Und wer erstmal nur zwei bis drei Stunden putzen und räumen muss, ist nicht so leicht frustriert. Ein Raum pro Tag ist ein gutes Ziel. Und gönnen Sie sich Pausen oder planen Sie ein kleines Wellness-Programm am Abend ein. So wirkt das Putzen wie eine Verjüngungskur im Frühling.

Waldbaden im Frühjahr

Stille, Natur und tief Durchatmen ... Mehr braucht es für eine Dosis Waldbaden nicht. Probier es aus.

Das Wasser ist kalt, sehr kalt. So kalt, dass wir uns für einen kurzen Moment selbst für verrückt erklären. Zugegeben, es braucht schon etwas Mut für einen Sprung ins eiskalte Nass. Doch die ersten Frühjahrstage, an denen der Sommer schon grüßt, sind der perfekte Zeitpunkt für ein „Anbaden“ in der Natur. Ob kalte Bäder tatsächlich das Immunsystem trainieren, ist bis heute zwar nicht eindeutig belegt. Aber fest steht: Bei Kälte verengen sich die Gefäße, bei Wärme weiten sie sich. Das kalte Wasser kurbelt also die Durchblutung an und macht hellwach. Frühlingsmüdigkeit? Ade!

Einfach mal gemütlich im Wald bei einem Kaffee oder Tee verweilen und die Stille geniessen.

Der aus dem Winterschlaf erwachende Wald bietet eine besonders schöne Kulisse für das erste Bad in der Natur. Die Sonne scheint durch das zarte Grün der Bäume, das Licht tanzt über den bemoosten Waldboden und die Frösche quaken: der vom Frühling geküsste Wald ist der perfekte Ort für eine Auszeit aus dem Alltag. Inmitten der sauerstoffreichen Waldluft lassen sich Energiereserven problemlos auftanken. Entschleunigung pur. In Japan gehört das Waldbaden – Shinrin-Yoku nennt es sich dort – sogar offiziell zur Gesundheitsvorsorge. Ein kurzes Waldbad, so heißt es in Japan, verbessere Atmung, Puls und Blutdruck. Kein Wald in Sicht? Auch ein See im Grünen oder ein Freibad eignen sich wunderbar für einen frühlingshaften Ausflug ins kühle Nass.

Frühling für das Wohnzimmer

Krokusse, Schneeglöckchen und Hyazinthen: In Gärten, Parks und auf Balkonen sprießen die ersten Frühlingsboten aus dem Boden. Sie recken ihre bunten Blütenköpfe in die Höhe und kündigen den Frühling an. Schon bald folgen Tausendschön, Narzissen und Tulpen in allen Farben. Auch im Wohnzimmer kann die bunte Farbenpracht für Frühlingsgefühle sorgen. Wer die Blumen im Topf vorgezogen kauft, sollte sie an einen hellen Standort aber nicht besonders warmen Ort stellen. Denn Wärme lässt die Frühblüher wachsen und blühen. Das ist zwar gut, aber wer die bunten Farbkleckse länger genießen möchte, sollte einen kühleren Ort wählen, beispielsweise eine Fensterbank. Dann können Sie die Blütenpracht bis zu zwei Wochen lang genießen. Wer die eingetopften Frühblüher auch in der nächsten Saison bewundern möchte, muss sie zunächst vollständig abblühen lassen. Danach sollten die Zwiebeln gedüngt und im September draußen eingepflanzt werden.

Bei Schnittblumen für die Vase gilt: Kaufen Sie die Frühjahrsboten nicht blühend, sondern knospig, dann währt die Freude an den Blumen länger. Und schneiden sie die Stängel der Pflanzen mit einem scharfen Messer an, bevor sie ins Wasser kommen. Da alle Frühblüher viel Flüssigkeit brauchen, sollten das Wasser regelmäßig aufgefüllt, besser noch ausgewechselt werden – spätestens, wenn es sich eintrübt.

Stand: 03.11.2022

Newsletter